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Leserbrief zum LN-Artikel "Kinderkrippe soll in marode Turnhalle"

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Leserbrief von Anne Christina Remus, Kreistagsabgeordnete aus Kuddewörde, zu dem Artikel "Kinderkrippe soll in marode Turnhalle" vom 5.11.2009

Der Autor des Artikels hat in seinem Bericht über die Gemeindevertretersitzung in Kuddewörde meiner Meinung nach ein falsches Fazit gezogen oder ist nicht ausreichend informiert.
Die alte Turnhalle als marode zu bezeichnen ist überzogen; sie war und ist weder verkommen noch baufällig. Natürlich hat man sich in der Vergangenheit auch mit der Lösung beschäftigt, die alte Turnhalle für die weitere Nutzung durch die Sportler und die Schulkinder zu sanieren. Das wäre, wenn man die reinen Investitionskosten betrachtet, günstiger geworden, als der Neubau einer Sporthalle. Aber damit hätte man nicht die gestiegene Nachfrage der Sportler aus den Gemeinden Kuddewörde und Grande sowie des Schulsportbedarfs erfüllt. Unsere Gemeinde ist in den letzten 40 Jahren gewachsen, genauso wie das Sport- und Freizeitangebot.

Mich stört, dass der Artikel nicht wiedergibt, dass jahrelang über die Erneuerung oder den Abriss der alten Turnhalle in Kuddewörde zuviel diskutiert wurde, aber nicht gehandelt. Nachdem wir seit einem Jahr nun endlich eine moderne und größere Sporthalle haben, war die zukünftige Nutzung der alten Turnhalle bislang offen. Es kann doch wohl nicht ernsthaft verstanden worden sein, dass Krippenkinder in eine marode Turnhalle gesteckt werden sollen? Es ist eine hervorragende Lösung, die alte Turnhalle jetzt zu sanieren und damit Krippenplätze für unsere Gemeinde sowie Nachbargemeinden zu schaffen. Ich weiß nicht, was daran skurril sein soll! In unserer Gemeinde haben sich in den letzten Jahren in einem Neubaugebiet viele junge Familien mit Kindern angesiedelt. Der Bedarf für Krippenplätze ist in unserer Gemeinde und in Nachbargemeinden vorhanden. In Kuddewörde werden in Zukunft neben Kindergartenplätzen und der Grundschule auch Krippenplätze angeboten. Die jüngste Bertelsmann-Studie bestätigt, dass Schülerzahlen im gesamten Norden sinken und Grundschulen gefährdet sind. Wenn die Eltern ihre Kinder schon in den Krippen- und Kindergartenjahren woanders hinkutschieren müssen, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn sie nachher auch nicht unsere Grundschule nutzen. Unsere Gemeindevertreter sind bemüht um eine sorgfältige und vorausschauende Planung. Ich halte daher die Investition in unsere neue Sporthalle ebenso richtig eingesetzt wie für die Krippenplätze.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 11. November 2009 um 08:28 Uhr  

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